Die Unterstützung durch die Mitarbeiter des IBE beinhaltet die methodisch-statistische Beratung, die sich auf Versuchsplanung, statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse beziehen kann. Eine Durchführung der statistischen Auswertung durch die Institutsmitarbeiter ist nicht möglich. In beschränktem Umfang kann auch eine Beratung zu Fragen im Zusammenhang mit der Auswahl und Anwendung von Statistik-Software gegeben werden. Da die Anzahl der auf dem Markt befindlichen Statistik-Programme jedoch kaum noch überschaubar ist, werden konkrete Hilfestellungen nur für den Umgang mit dem Programmpaket SAS, SPSS, R (S) gegeben.
Die Inhalte und das methodische Niveau der Beratung richten sich nach den Wünschen der Ratsuchenden. Es werden allerdings Grundkenntnisse in Biometrie vorausgesetzt. Speziell für Wissenschaftler, die noch wenig Erfahrung mit der Anwendung statistischer Verfahren haben, führt das IBE eine freiwillige Lehrveranstaltung durch, auf die wir hier besonders hinweisen möchten: Das Seminar „Statistische Auswertungen und Anwendungen des Datenanalysesystems SAS, das in jedem Semester angeboten wird, beinhaltet sowohl praktische Auswertungsprobleme als auch weiterführende Methoden.
Grundsätzlich empfehlen wir, die biometrische Beratung bereits während der Planung der Untersuchung in Anspruch zu nehmen. Das Gespräch mit dem Biometriker führt häufig zur Präzisierung der Fragestellung und zur Optimierung der Versuchsplanung.
Die Teilnahme an der biometrischen Beratung stellt noch nicht eine methodisch optimale Studienplanung und Auswertung sicher. Erstens kann der Beratende nur zu den Teilaspekten Stellung nehmen, die ihm im Rahmen des Beratungsgespräches mitgeteilt werden. Zweitens müssen sich methodische Ratschläge daran orientieren, welchen methodisch-statistischen Hintergrund der Ratsuchende hat und welche Statistik-Software ihm zur Verfügung steht. Drittens hat der Beratende keine Möglichkeit, zu kontrollieren, ob seine Ratschläge korrekt umgesetzt werden. Aus diesen Gründen weisen wir darauf hin, dass eine Nennung des Instituts oder des beratenden Mitarbeiters im Rahmen einer Publikation, sei es als Danksagung oder in Form einer Mitautorenschaft einer ausdrücklichen Einwilligung des beratenden Mitarbeiters bedarf. Da diese Regel in der Vergangenheit nicht immer eingehalten wurde, wird jetzt eine Zustimmung zu dieser Regelung zusammen mit der Unterschrift auf dem Anmeldebogen geleistet.
Für Forschungsprojekte, die umfangreiche Auswertungen auf hohem methodischen Niveau beinhalten, kann eine intensivere Kooperation mit dem IBE vereinbart werden. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass sich ein Mitarbeiter des IBE findet, der mit der entsprechenden Methodik gut vertraut ist und für die Fragestellung Zeit und Interesse aufbringt. Bei umfangreichen Projekten muss auch Personalkapazität für die Durchführung der Auswertung bereitgestellt werden.
Für kooperative Forschungsprojekte, die umfangreiche Auswertungen auf hohem methodischem Niveau beinhalten, besteht das IBE bei der geplanten Veröffentlichung auf eine Koautorenschaft des involvierten IBE-Mitarbeiters. Dies gilt ebenfalls für Beratungen, die durch die statistische Betreuung eine notwendige Grundlage für die Veröffentlichung der Ergebnisse schaffen. Mitarbeiter des IBE und Kooperationspartner sind angehalten, die Frage der Koautorenschaft vor dem Beginn der Kooperation zu klären.
Das IBE beschränkt sich auf die Unterstützung im Umgang mit dem statistischen Auswertungssystem SAS, SPSS, R, S. Diese Beschränkung ist aufgrund der kaum noch überschaubaren Zahl auf dem Markt befindlicher Programme erforderlich. Die Vorteile der genannten Programme liegen darin, dass sie einen umfassenden Funktionsumfang sowohl im Bereich der Datenhaltung als auch bezüglich der statistischen Auswertung haben. Als Nachteil resultiert daraus eine erschwerte Handhabung und Erlernbarkeit des Programmpakets, für das wir deshalb eigene Kurse eingerichtet haben. Informationen über diese Kurse finden Sie auf der Seite „Übersicht Lehre“.
Auch das Universitätsrechenzentrum LRZ bietet Einführungskurse und eine Beratung an, sowohl allgemein zur EDV und PC-Benutzung als auch speziell zu SAS / SPSS. Die Benutzung des CIP-Pools des Universitätsklinikums steht den Mitarbeitern der Medizinischen Fakultät offen.