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Worum geht es in WALK?

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Das Projekt WALK untersucht, wie das Wohnumfeld die alltägliche Mobilität und das Gehen älterer Menschen beeinflusst. Dabei wird betrachtet, welche Eigenschaften einer Umgebung das Zufußgehen erleichtern und welche es erschweren. Eine zentrale Rolle spielt dabei die sogenannte Walkability – also die Frage, wie gut eine Umgebung geeignet ist, sich im Alltag zu Fuß fortzubewegen.1,2

Walkability umfasst unterschiedliche Merkmale des Wohnumfelds. Dazu gehören beispielsweise die Qualität und Barrierefreiheit von Gehwegen, die Verkehrssicherheit, Möglichkeiten zum Überqueren von Straßen, die Erreichbarkeit von Geschäften, Dienstleistungen und anderen wichtigen Zielen sowie die Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Umgebung.1,3,4

Neben objektiv erfassbaren Merkmalen spielen auch die persönlichen Wahrnehmungen eine wichtige Rolle – etwa, ob ein Weg als sicher, angenehm und attraktiv empfunden wird.

Im Rahmen von WALK wird ein speziell auf ältere Menschen zugeschnittenes Indikatorenset untersucht. Dieses umfasst insgesamt 72 Indikatoren aus drei Bereichen: Wohnumfeld und Verkehrsinfrastruktur, Erreichbarkeit von Zielen und Begegnungsorten sowie Attraktivität und Sicherheit der Umgebung.5

Dabei wird besonders berücksichtigt, dass ältere Menschen unterschiedliche körperliche und funktionelle Voraussetzungen haben können. Für Menschen mit funktionellen Einschränkungen können beispielsweise abgesenkte Bordsteine, ausreichend lange Grünphasen an Ampeln, Sitzgelegenheiten, barrierefreie Gehwege oder Schattenplätze eine besondere Bedeutung haben.5

Ziel von WALK ist es, zu überprüfen, inwieweit dieses Indikatorenset für die praktische Anwendung bei älteren Menschen geeignet ist. Dabei soll untersucht werden, welche Merkmale des Wohnumfelds für ältere Menschen tatsächlich relevant sind und wie diese in der Praxis erfasst und bewertet werden können.

Literatur

  1. Frank LD, Sallis JF, Saelens BE, Leary L, Cain K, Conway TL, Hess PM. The development of a walkability index: application to the Neighborhood Quality of Life Study. Br J Sports Med, 44, 924–933.2. 
  2. Bucksch J, Schneider S. Walkability. Das Handbuch zur Bewegungsförderung in der Kommune. Bern: Verlag Hans Huber; 2014.
  3. Buck C, Tkaczick T, Pitsiladis Y, De Bourdehaudhuij I, Reisch L, Ahrens W, Pigeot I. Objective measures of the built environment and physical activity in children: from walkability to moveability. J Urban Health, 92, 24–38.
  4. Buck C, Eiben G, Lauria F, Konstabel K, Page A, Ahrens W, Pigeot I, et al. Urban Moveability and physical activity in children: longitudinal results from the IDEFICS and I.Family cohort. Int J Behav Nutr Phys Act, 16, 128.
  5. Koller D, Bödeker M, Dapp U, Grill E, Fuchs J, Maier W, Strobl R. A Framework for Measuring Neighborhood Walkability for Older Adults—A Delphi Consensus Study. J Urban Health, 101, 1188–1199. doi:10.1007/s11524-024-00910-7